Berufs
bildungs
bereich

Berufsbildungsbereich der HWW GmbH

Grundsätzliches

Der Berufsbildungsbereich (BBB) in den Werkstätten der HWW GmbH Heidenheim bietet im Rahmen der gesetzlichen Vorraussetzungen des SGB IX Menschen mit einer Behinderung Maßnahmen zur beruflichen Bildung und zur Persönlichkeitsentwicklung an.

Grundlage der im BBB durchgeführten Maßnahmen ist die Vereinbarung zwischen der Bundesanstalt für Arbeit undder Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für Behinderte (BAG WfB) über Rahmenprogramme für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich in Werkstätten für behinderte Menschen.

Personenkreis

In den BBB werden Menschen mit Behinderungen aufgenommen, die wegen Art und Schwere ihrer Behinderungen nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können.

Organisatorisches

Für die berufliche Bildung ist innerhalb der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ein selbstständiger Bereich mit eigenem Personal und Räumen eingerichtet. Dieser befindet sich in räumlicher Nähe zum Arbeitsbereich, so dass bereits während der beruflichen Bildung Kontakte zum Arbeitsbereich der WfbM entstehen können.

Berufsbildung

Im Berufsbildungsbereich erfolgt eine berufliche Qualifizierung der behinderten Menschen.
Die berufliche Qualifizierung bereitet die behinderten Menschen auf Tätigkeiten innerhalb der WfbM oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vor. Berufliche Bildung wertet die Tätigkeit in der WfbM auf und schafft so Möglichkeiten einer lebenslangen persönlichen Weiterentwicklung und Bildung, d.h auch Beschäftigte aus dem Arbeitsbereich der WfbM sollen nach Bedarf die Möglichkeit haben, Angebote beruflicher bzw. arbeitsplatzbezogener Qualifizierung gezielt zu nutzen (Weiterbildung, Umschulung).

Der Berufbildungsbereich in der Werkstatt der HWW GmbH gliedert sich in drei Bereiche:

  • Eingangsverfahren
  • Grundkurs
  • Aufbaukurs

Im Rahmen des Eingangsverfahren hat der Berufsbildungsbereich die Aufgabe zu prüfen, ob die WfbM die geeignete Einrichtung für den behinderten Menschen ist.

Im Grundkurs liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung grundlegender beruflicher Kenntnisse (Erkennen, Unterscheiden und Verarbeiten von  Materialien, Montieren, Umgang mit Werkzeugen, Arbeitssicherheit etc.).

Im Aufbaukurs sollen weiterführende berufliche Kenntnisse (in den gewählten bzw. geeigneten Berufsbereich, Selbständigkeit, Mobilität, Entscheidungsfähigkeit etc.) vermittelt werden.

Die Ausbildung erfolgt im Wechsel von theoretischen Unterweisungen und praktischen Übungen, die sich am jeweiligen Leistungs- und Ausbildungsstand der Teilnehmer orientiert. Die dazu nötigen und geeigneten Arbeitsaufträge werden nach Bedarf aus dem Arbeitsbereich der WfbM angefordert und durchgeführt. Zusätzlich dazu werden arbeitsbegleitende Maßnahmen angeboten. Der Teilnehmer an der Berufsbildung wird soweit als möglich in alle ihn betreffenden Entscheidungen miteinbezogen und sachgerecht informiert.

Eingangsverfahren

Dauer: in der Regel 3 Monate

  • der Teilnehmer erhält einen Überblick über die möglichen Angebote der WfbM
  • es werden Arbeitserprobungen in verschiedenen Arbeitsbereichen durchgeführt
  • es werden Wünsche und Neigungen des Teilnehmers festgestellt
  • individueller Förderbedarf des einzelnen und eine Zielplanung für die Berufsbildung erstellt

Grundkurs

Dauer: 12 Monate

  • es erfolgt eine grundlegende Intelligenzdiagnostik anhand eines fachlich anerkannten geeigneten Testverfahrens
  • es wird ein Eingliederungsplan erstellt (individuelle Zielrichtung und Maßnahmenplanung für die Berufs- und Persönlichkeitsbildung)
  • Begleitung und Förderung im Bereich der lebenspraktischen, kognitiven und sozialen Kompetenz
  • Vermittlung grundlegender beruflicher Kenntnisse (Lehrstück Holz, Metall)
  • Schwerpunkte der weiteren beruflichen Bildung erarbeitet (Interesse, Fähigkeiten)
  • Eingliederung in den Tagesablauf der Werkstatt geübt

Aufbaukurs

Dauer: 12 Monate

  • bei Bedarf Elemente aus dem Grundkurs wiederholt und vertieft
  • Vertiefung der Kenntnisse und Fertigkeiten in ausgewählten Berufsbereichen (entsprechende Berufswahl)
  • enge personelle Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich der WfbM statt
  • Berufspraktika im Arbeitsbereich oder außerhalb der WfbM geplant, durchgeführt und dokumentiert
  • Begleitung und Förderung im Bereich der lebenspraktischen, kognitiven und sozialen Kompetenz fortgesetzt
  • soll die Selbständigkeit vergrößert werden
  • wird die Übernahme in den Arbeitsbereich der WfbM vorbereitet und ein ausführliches Abschlussgespräch mit dem Teilnehmer geführt

Abschluss

Am Ende der Berufsbildung steht in der Regel die Auswahl eines geeigneten Arbeitsplatzes im Arbeitsbereich der WfbM. Diese Entscheidung richtet sich nach Eignung und Neigung des Teilnehmers sowie den Möglichkeiten der WfbM.

Nach der erfolgten Berufsbildung erhält jeder Teilnehmer ein  Abschlusszertifikat mit Nennung der jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkte.